Das Museum in der guten Stube
Das Museum in der guten Stube
Das Museum in der guten Stube

Eine Sammlung Luxemburger Kunst des 20. Jahrhunderts
Eine Sammlung Luxemburger Kunst des 20. Jahrhunderts
Eine Sammlung Luxemburger Kunst des 20. Jahrhunderts

Die Ausstellung zeigt eine in mehrfacher Hinsicht repräsentative Sammlung von Werken Luxemburger Künstler des 20. Jahrhunderts, die von einem Einwohner der Stadt Luxemburg von den 1950er bis in die 1980er Jahre zusammengetragen wurde.

Die Sammlung umfasst 55 Arbeiten, darunter zwei Skulpturen. Zunächst reflektiert sie die Entwicklung der Kunst in Luxemburg seit der Jahrhundertwende bis zu den späten 1960er Jahren. Der Sammler besaß Werke aus den drei aufeinanderfolgenden, das Luxemburger Kunstschaffen prägenden Strömungen: Die Gemälde von Frantz Seimetz und Jean-Pierre Beckius sind Beispiele eines lange Zeit dominanten Spätimpressionismus. Nach dem Ersten Weltkrieg brechen junge, in München ausgebildete Maler mit dem Akademismus ihrer Vorgänger und orientieren sich am Stil der Moderne. In der Sammlung findet man mit Nico Klopp, Joseph Kutter, Jean Schaack, Jean Noerdinger und Auguste Trémont die Hauptvertreter dieser „Sezession“. Die abstrakte Malerei kommt in Luxemburg erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu ihrem Recht, in Form des Kollektivs der Iconomaques („Bilderstürmer“). Deren non-figurativer Stil ist in der Sammlung durch ein Frühwerk von Michel Stoffel sowie durch Joseph Probst, François Gillen, Théo Kerg und den Bildhauer Lucien Wercollier vertreten.

Das Ensemble ist typisch für ein kleines Land, in dem ein Privatsammler noch die Möglichkeit hat, sich ein Kompendium der „nationalen“ Kunst zusammenzustellen. Zum ästhetischen Interesse gesellt sich hier eine Form des Patriotismus, die dazu führt, dass ausschließlich Luxemburger Künstler gesammelt wurden.

Der Sammler erwarb seine Stücke bei Kunsthändlern und Galeristen, bei Versteigerungen oder direkt beim Künstler bzw. dessen Familie. Mit der Zeit dekorierten so Ölgemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen ein Wohnhaus, mitten unter den Möbeln und anderen Objekten, gewissermaßen in der „natürlichen“ Umgebung, für die sie geschaffen worden waren. Die Ausstellung präsentiert die Werke daher auch nicht in klassisch-musealer Weise, sondern in einem eher privaten Ambiente.

Der Erwerb der Sammlung war nur möglich dank der finanziellen Unterstützung durch die Amis des Musées d’Histoire et d’Art Luxembourg.

Datum

28. März > 9. Oktober 2016