Die Organisation der 1945 durch großherzoglichen Beschluss gegründeten Landeslotterie wurde dem Hilfswerk Œuvre nationale de secours grande-duchesse Charlotte übertragen. Anfangs bestand das Ziel darin, den luxemburgischen Kriegsopfern zu helfen. Im Laufe der Zeit wurden andere Wohltätigkeitsorganisationen unterstützt. Zu den Begünstigten zählten das Luxemburger Rote Kreuz, die Caritas-Stiftung oder auch die Sozialämter der Gemeinden. Die erste Ziehung der Nationalotterie, zu Ehren des Luxemburger Widerstandes, fand im Oktober 1945 im Cercle Municipal in Luxemburg statt. Die Zahl der Ziehungen stieg allmählich an; seit 1952 fanden zwölf pro Jahr statt. 1985 brachte die Nationallotterie das erste Rubbellos heraus. Diese neue Lotterieform war sehr erfolgreich und löste die herkömmliche Art der Lotterie 1997 vollständig ab. Das war das Ende einer Ära. Bis 1997 wurde jede Ziehung mit einem neuen Plakat angekündigt. Die Auswahl der Plakate erfolgte im Rahmen eines jährlich stattfindenden Wettbewerbs. Daran nahmen renommierte Grafiker, aber auch Amateurkünstler teil. Die Ziehungen der Nationallotterie waren aufgrund des Rahmenprogramms auch ein kulturelles Ereignis. Sie fanden jedes Mal in einer anderen Gemeinde statt. Nach der Ziehung, für die bis 1976 von Hand bediente Räder eingesetzt wurden, traten bekannte Luxemburger Künstler und Sänger auf.





