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Nachdem Felix Bröcker einige Jahre als Koch gearbeitet hat, betrachtet er Kochenund Essen nun als ästhetische Praxis in Kunst und Küche. Nach einem Master an der Goethe-Universität und der Städelschule in Frankfurt promoviert er nun an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, um visuelle Inszenierungsstrategien in der europäischen Hochküche zu untersuchen. Seine Leidenschaft für die kulinarische Welt hat ihn dazu inspiriert, die Verbindung zwischen Kochkunst und visueller Ästhetik zu erforschen.

Wir verschlingen heute ohnehin mehr kulinarisches Datenmaterial mit den Augen als reale Speisen mit dem Mund. Beim Essen steht der Geschmack im Mittelpunkt aber alle Sinne wirken zusammen und machen ein Restaurantbesuch
zu einem multisensorischen Erlebnis. Speisen beglücken dabei nicht nur Zunge und Gaumen, sondern agieren visuell als Medium, das über den Geschmack hinaus kommuniziert. Gerade in der Hochküche wird das bewusst genutzt. Neben gutem Geschmack stecken hinter vielen Speisen Konzepte, die sich bereits über die Anrichteweise offenbaren. Dabei lassen sich Bezüge zu Kunst, Küche und Pop Kultur aufzeigen. Ganz nebenbei können Speisen derart über Raum und Zeit hinweg genossen werden.

Es lohnt sich – wie in der Kunst – also genau hinzuschauen und eine Speise nicht nur geschmacklich zu genießen, denn „Wer Kunstwerke konkretistisch genießt, ist ein Banause.“ (Theodor W. Adorno, Ästhetische Theorie) In diesem Sinne sind Speisen immer auch Food for Thought.

ZIELPUBLIKUM: für alle Altergruppen geeignet
DATUM: Montag, der 11. Dezember 2023
ZEIT: 18:00
SPRACHE: DE
PREIS: Kostenlos
ORT: Auditorium Henri Beck (2, rue Genistre)
EINSCHREIBUNG: T +352 4796 4500 , visites@2musees.vdl.lu

Foto: © Sebastian Heindroff





 

Dauer

1:00

Leiter

Felix Bröcker

Preis

Gratis