Lange hatte der majestätische Baum im Innenhof des heutigen Lëtzebuerg City Museums wohltuenden Schatten für die Besucher der Terrasse gespendet, während sie dort den Ausblick und die Ruhe inmitten der Stadt genossen.

Dank einer dendrochronologischen Untersuchung konnte das Alter jener Blutbuche auf ca. 165 Jahre bestimmt werden. Sie war zwischen 1856 und 1858 gesetzt worden. Mit ihrem beeindruckenden Stamm ragte sie über 24 m empor, wurde jedoch später von einem aggressiven Pilz befallen. Verstärkt durch eine Reihe ungewöhnlich trockener Frühjahre und Sommer, war der jahrhundertealte Baum am Ende so geschädigt, dass er Ende März 2022 gefällt werden musste.

Das Lëtzebuerg City Museum beschloss daraufhin, Teile des Baumes aufzuheben und Künstler zu beauftragen, daraus Skulpturen anzufertigen. So würde die Erinnerung an den Baum mittels Kunstwerken bewahrt werden. Acht Bildhauerinnen und Bildhauer nahmen die Herausforderung an: Jhemp Bastin, Pitt Brandenburger, Gérard Claude, Katarzyna Kot, Jean-Paul Thiefels, Laurent Turping, Wouter van der Vlugt und Nadine Zangarini. Ihre Arbeiten sind von den 2 Museen der Stadt Luxemburg erworben worden und sind fortan Teil der städtischen Kunstsammlung.
Anhand der unterschiedlichen Holzskulpturen lässt die Ausstellung die drei Jahrhunderte übergreifende Geschichte dieses besonderen Baumes Revue passieren, der Generationen von Bewohnern der Gebäude des heutigen Museums begleitet hat.

Datum

23. April > 13. September 2026