Als Kommunikationsmittel und Werbeträger ist das Plakat aus unserem städtischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Selbst die zunehmende Digitalisierung hat es nicht geschafft, es als Massenmedium zu verdrängen. Bis zum 19. Jahrhundert erfüllte das Plakat in erster Linie die Funktion eines Nachrichtenblattes. Der Text hatte Vorrang vor dem Bild. Seitdem hat sich das Verhältnis umgekehrt. Plakate entfalten ihre ganze visuelle Kraft, um uns zum Kauf von Konsumgütern, zur Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, zur Erweckung unserer Reiselust oder zu einer politischen oder sozialen Handlung zu animieren. Plakate sind sowohl künstlerische Schöpfungen, die die Entwicklung der visuellen Künste nachvollziehbar machen, als auch historische Dokumente, die die Entwicklung der Gesellschaft und der Mentalität belegen.

Das Lëtzebuerg City Museum verfügt über eine umfangreiche Plakatsammlung, die rund 2.500 politische, administrative, kulturelle und kommerzielle Plakate umfasst. Diese Sammlung illustriert die Entwicklung der grafischen Kunst in Luxemburg während des 20. Jahrhunderts und enthält Werke der wichtigsten luxemburgischen Grafikdesigner, darunter Jean Schaack, Pe'l Schlechter, Lex, Pit und Anne Weyer, Raymond Mehlen und Maurice Benoy, und beleuchtet die Entwicklung der Drucktechniken von der Lithografie bis zur heutigen digitalen Reproduktion.

Diese Ausstellung würde an die Ausstellungsreihe anknüpfen, die das Lëtzebuerg City Museum seit 2018 Sammlungsensembles widmet.

Datum

7. Oktober > 9. Juli 2023